KARWOCHE Die Karwoche wird in allen Fischervierteln feierlich begangen und umfasst grundsätzlich drei Hauptveranstaltungen: Zu den drei Hauptveranstaltungen, die im Mittelpunkt dieser Feierlichkeiten stehen, zählen die Palmweihe, die Karfreitagsprozession (Santo Entierro) und der Ostersonntagsumzug (Resurrección). Der Ursprung dieser Feierlichkeit ist auf das 15. Jahrhundert zurückzuführen, als eine Gruppierung namens "Concordia dels Disciplinats" oder "Eintracht der Disziplinierten" gegründet wurde, deren Vorstand San Vicente Ferrer inne hatte. An den Fischerkarwochen von Valencia nehmen nicht nur die Bruderschaften sondern auch die so genannten Bewaffneten Gilden teil, welche sich aus Prätorianern, Longinos, Henkern und Grenadieren zusammensetzen. Zu den Heiligenbildern der zahlreichen Bruderschaften gesellen sich lebendige Figuren: als Pilatus, Herodes oder einer der Aposteln verkleidete Valencianer oder als Schmerzensmutter oder eine der Heiligen Frauen verkleidete Valencianerinnen, die in Begleitung der traditionellen Musikkapellen und zum Klang der Kirchenglocken im Prozessionszug durch die Straßen ziehen. Am Karsamstag, wenn die Kirchenglocken um zwölf Uhr Mitternacht die Wiederauferstehung Christi einläuten, wiederholt sich alljährlich eine weitere Tradition: die "trenca de perols", gemäß welcher die Anwohner dieser Stadtviertel irdene Kochtöpfe aus den Fenstern und von den Balkonen werfen. Die am Ostermontag sowie am Ostermontag stattfindenden Feierlichkeiten weisen einen ausgeprägt volkstümlichen und ländlichen Charakter auf.